Interview mit Annika Busse vom Taschenlabel beliya

Die Taschen vom Hamburger Taschenlabel beliya gehören zu meinen absoluten Lieblingstaschen. Die Taschen sind nicht nur traumhaft schön, sondern nehmen uns Frauen beim Kauf der fünften schwarzen Tasche das schlechte Gewissen. Annika Busse, die Geschäftsführerin von beliya erklärt im Interview mit GreenPosh, warum.

beliya Gründerinnen: Annika Busse und Andrea Noelle

beliya Gründerinnen: Andrea Noelle und Annika Busse

1. Wer bist du und wie kam es zu der Gründung von beliya?

Ich bin Annika, 36 Jahre alt, habe eine 4-jährige Tochter. Während unserer Doktorarbeit über Mikrokredite erlebten Andrea Noelle und ich wie entscheidend Bildung für die Zukunftschancen von Kindern in Entwicklungsländern ist. Außerdem lieben wir beide Mode & Accessoires. Daher war die Idee geboren, mit beliya Taschen & Accessoires Bildungschancen für Kinder in diesen Ländern zu verbessern.

2. beliya kreiert Designer-Taschen für den guten Zweck? Wen oder was unterstützte ich beim Kauf einer Handtasche von beliya?

Pro Kauf einer Tasche wird ein Kind in Afrika die Schulbildung ermöglicht. Dabei ist die Spende sehr persönlich, denn welches Kind, die wichtige Schulbildung erhält, steht auf einem Tag an der Tasche. Informationen sowie ein Bild des Kindes findet man unter: http://www.beliya.de/schulkinder.html. Die Schulen, welche wir unterstützen befinden, sich in Burundi, Namibia und Tansania. Dies ist möglich, weil wir eng mit unseren Partnerorganisationen zusammenarbeiten. Mit steps for children teilen wir uns sogar das Büro in Hamburg.

3. Wie stellt ihr sicher, dass das gespendete Geld auch wirklich da ankommt, wo es benötigt wird?

Wie oben beschrieben, arbeiten wir sehr eng mit unseren Spendenpartnern zusammen. Außerdem besuchen wir unsere Schulkinder regelmäßig in Afrika. Im März 2015 besuchten wir zum Beispiel die drei Schulen in Okakarara, Rehoboth und Otavi in Namibia. So können wir sicher gehen, dass die Kinder auch die Schulbildung erhalten.

4. Wie vielen Kindern habt beliya bereits einen Schulbesuch ermöglicht?

Bisher konnten wir bereits über 500 Kindern den Schulbesuch ermöglichen.

beliya Gründerinnen Annila Busse und Andrea Noelle

beliya Gründerinnen: Andrea Noelle und Annika Busse in Afrika

5. Ihr benutzt für eure Kollektionen Upcyling-Leder. Woher bezieht ihr es?

Das Upcycling Leder beziehen wir aus Sofa-Lederretouren und aus Überschüssen von Prê-à-Porter- Kollektionen. Dabei arbeiten wir zusammen mit Süddeutschlands größtem Polstermöbelhersteller.

6. Besteht das Innenfutter auch aus Upcyling-Materialien?

Das Innenfutter besteht ebenfalls aus Überschüssen von Prêt-à-Porter-Kollektionen.

7. In den Medien gibt es immer häufiger Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen in der Textil- und Lederindustrie. Wie geht beliya damit um? Wo lasst ihr eure Taschen und Accessoires produzieren?

beliya PRIDE

beliya PRIDE

Wir lassen unsere Taschen und Accessoires in Italien und Ungarn fertigen. Um faire Arbeitsbedingungen sicher zu stellen arbeiten wir eng mit den Produktionsleitern zusammen und besuchen die Produktionsstätten in regelmäßigen Abständen.

8. Welche eurer Taschen ist dein persönliches must-have für den Herbst und zu welchem Outfit trägst du sie?

Die FAITH in offener Trage-Variante ist mein absoluter Liebling jetzt im Herbst. Denn die Bowlingtasche ist eine 2- in 1 Tasche. Ich trage sie mit meinem schwarz-weißen, leichten Herbstmantel und Jeans mit Schlaghose. Eine Mütze darf bei mir ab Oktober nicht fehlen. Am liebsten die von Zebratod.

beliya - FAITH

beliya – FAITH

Liebe Annika, danke für das Interview.

 

1 Kommentare
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Kommentare

  • Taschen Fan

    18. Februar 2016 at 16:03
    Reply

    Cooler Beitrag :)

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