Mit Faulheit zur mehr Lebensqualtiät

Der Mensch und die Faulheit

In den letzten Tagen und Wochen bin ich im Internet immer wieder auf Beiträge zum Thema, sich durch Organisation mehr Freiraum für den Müßiggang oder gar für die Faulheit zu schaffen.

Faul sein und trotzdem seine Arbeit erledigen und dazu noch erfolgreich – geht das? Ich finde den Gedanken spannend und habe mich kurzerhand in das Thema eingelesen.

Seit Jahrhunderten wird uns gelehrt, dass Fleiß eine Tugend und Faulheit verpönt ist. Wer kennt nicht Redensarten wie „Ohne Fleiß kein Preis“ oder „Wer faulenzt, stiehlt dem Herrgott die Zeit“.

Faulheit bedeutet auch Fortschritt

Aber ist es auch nicht so, dass sich aus der menschlichen Faulheit auch der Fortschritt unserer Gesellschaft entwickelt hat? Beispielsweise wurde das Fahrrad 1817 von Carl Drais entwickelt, vorangegangen waren Missernten und eine Hungersnot, dieser vielen auch viele Pferde, welche damals das gängige Transportmittel waren, zum Opfer. Alle Wege zu Fuß zu bewältigen kam nicht in Frage, so wurde beispielsweise das Fahrrad erfunden, oder auch die ersten Dampfmaschinen, Brunnen, aus denen man Trinkwasser gewonnen hat, anstatt Kilometer dafür zu laufen. Bis hin zu den heutigen technischen Errungenschaften, wie Waschmaschine und Co. Dauerte es früher einen Tag, die Wäsche zu waschen, erledigt dies heute die Waschmaschine in einem Bruchteil der Zeit.

All diese Erfindungen machen auch heute noch unser Leben leichter, mit dem Ziel mehr Zeit für andere Dinge zu haben.

Wer nur voller Fleiß, sein Tagewerk verrichtet und von einer Aufgabe zur anderen hechtet, kommt auf Dauer nicht weiter. Wertvolle Energie wird verschwendet, ohne wirklich voran zu kommen. Der Kopf ist voll mit allen möglichen Dingen und lässt uns keinen Raum für Impulse, aus denn neue Ideen entstehen.

Mehr Faulheit wagen, für mehr Lebensqualität

Der Autor Ben Hammersley, sagte kürzlich in einem Interview: „Es ist unmöglich, produktiv zu sein, ohne gleichzeitig faul zu sein. Faule Personen werden immer einen einfacheren Weg suchen, etwas zu erledigen, und in Folge immer produktiver zu werden“.

Uli Stoll Outdoor-Fotografie / info@parknplay.de / pixelio.de

© Uli Stoll Outdoor-Fotografie / info@parknplay.de / pixelio.de

Ich finde, damit hat er es auf den Punkt gebracht. Aber wie schafft man es, seinen Tag so zu organisieren, dass man noch Zeit hat, faul zu sein?

Hier hilft zum einen das von Produktivitäts-Experten hoch gelobte Prinzip „Inbox Zero“. Ein tolles System seine E-Mails zu sortieren und am Ende des Arbeitstages, hat man ein leeres Postfach und nicht mehr das Gefühl vor lauter E-Mails nicht mehr den Durchblick zu haben. Habe es selbst ausprobiert :-). Hier findet ihr eine gute Zusammenfassung, wie das Prinzip funktioniert.

Bei meinen Recherchen bin ich als nächstes auf die Getting-Things-Done-Methode (GTD) von David Allen aufmerksam geworden. Der Titel eines seiner Bücher „Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag“ hört sich viel versprechend an, wahrscheinlich eine Art „Inbox Zero“ über das Mailpostfach hinaus. Das Buch ist bestellt. Ich werde es lesen und euch berichten, ob ich damit mehr Struktur in meinen Alltag bringen konnte und somit mehr Zeit für Müßiggang haben werde.

1 Kommentare
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Kommentare

  • Melanie

    17. September 2015 at 15:59
    Reply

    Liebe Sabine, ein schöner Beitrag :-) Hast Du das Buch von David Allen schon gelesen? Ich freue mich schon auf Deine Meinung dazu :-) LG Melanie

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